Der Ferienhaus-Urlaub ist geplant, bald geht es los. Hat der Hund im Auto auch alles, was er braucht)? Ist für die Autofahrt ins In- oder Ausland alles paletti?

 

Auto-Checkliste zum Hunde-Transport

  • Den Hund sicher "verstauen" zu seiner und Ihrer Sicherheit. Für Hunde gibt es verschiedene Sicherungsmöglichkeiten. Eine Transportbox bzw. ein Trenngitter zwischen Fahr- und Kofferraum oder die platzsparendste aber nicht unbedingt sicherste Lösung mit einem Hunde-Sicherheitsgurt für den Rücksitz. Nur qualitativ hochwertige Hundegurte taugen wirklich, vor allem bei größeren, schweren Hunden.

  • Achtung: Wird ein Hund ungesichert im Wagen transportiert, kann es nach einem Unfall mit Folgeschäden auch zu Problemen mit der eigenen Autoversicherung kommen.

  • Bei einem reiseempfindlichen Hund: Konsultieren Sie gegebenenfalls Ihren Tierarzt und erkundigen Sie sich nach Möglichkeiten, Ihrem Hund die Autofahrt zu erleichtern.

  • Genug frisches Wasser für die Reise und bei empfindlichen Hunden eine sechs- bis
    zwölfstündige Futterpause vor und während der Fahrt erleichtern für
    viele Tiere den Transport.

  • Nervöse Hunde freuen sich während der Fahrt über kleine Pausen alle paar Stunden. Regelmäßige Bewegung hilft dem Hund (und seinen Besitzern), Stress abzubauen.

 

Hund im Auto - Transportbox oder Gurt? 

Der TÜV Rheinland kam im Jahr 2012 bei seinen Tests zu dem Ergebnis, dass ein ca. 20 Kilogramm schwerer Hund bei einer Vollbremsung bzw. einem Unfall mit Tempo 50 eine Aufprallwucht von über einer halben Tonne entwickeln kann. Die Folge: Der Hund überlebt den Crash vermutlich nicht und Fahrer und Beifahrer können durch einen durch das Auto fliegenden Hund schwer verletzt werden.

  • Der TÜV rät daher, kleine Hunde in einer Transportbox im Fußraum hinter den Vordersitzen zu verstauen. Doch für größere Hunde ist die Unterbringung in einer von der Größe auf die Ausmaße des Autos angepassten Transportbox im Kofferraum ratsam.
  • Eine quer zur Fahrtrichtung platzierte Box direkt hinter den Rücksitzen auf der Ladefläche von Kombis, Vans und SUVs sei in der Regel eine gute Wahl.
  • Das Testcenter der Allianz-Versicherung kam vor einigen Jahren bei größeren Hunden zu einem ähnlichen Schluss. Wer die Box im Kofferraum zusätzlich mit Spanngurten sichert, kann damit ein Herumschleudern der Box bei einer Vollbremsung oder einem Crash verhindern bzw. reduzieren.
  • Wer sicher gehen will, der achtet bei Hundeboxen auf Produkte, die vom TÜV mit der empfohlenen Crashtest-Prüfnorm ECE R17, ECE R126 oder DIN 75410-2 getestet wurden.
  • Die alternative Lösung durch Haltegeschirre, die am Gurtschloss oder mit Isofix-Haken befestigt werden, ist als Transport-Sicherung laut TÜV Rheinland nur die zweite Wahl. Sie könnten im Falle eines Unfalls nur begrenzten Schutz bieten. Auch andere Experten sehen solche Systeme vor allem bei größeren Hunden kritisch.

Der ADAC empfiehlt, auch bei der Auswahl von Gurt-Lösungen auf eine für das Produkt angegebene Bestätigung zu Crashtests oder DIN-Prüfungen (75410-2) zu achten. Wichtig ist auf jeden Fall die Passgenauigkeit des Gurtes. Er darf die Bewegungsfreiheit des Hundes nicht allzu sehr einschränken, ohne andererseits bei zu großem Bewegungsraum die Verletzungsgefahr unnötig zu erhöhen. 

Übrigens: Hunde im Auto  sind rein rechtlich eine "Ladung". Verursacht ein nicht gesicherter Hund, der im Auto herumspringt einen Unfall, muss man neben dem eigenen Schaden und ggf. Personenschäden mit einem Bußgeld und Abschlägen bei der Zahlung einer Vollkaskoversicherung (soweit vorhanden) rechnen.

 

Checkliste für Autofahrten ins Ausland

  • Ist eine Inspektion nötig (ältere Autos bzw. lang zurückliegende Inspektionen)? Termine vor allem im Sommer rechtzeitig vereinbaren.

  • Geht der Urlaub in Länder außerhalb der EU, sollte ein großes D- Schild am Auto angebracht werden. In der Schweiz reicht in der Regel das kleine D im Euro-Autokennzeichen). Wer statt den aktuellen EU-Kennzeichen noch ein altes deutsches Kennzeichen hat, muss auch in den EU-Ländern mit einem separaten D-Nationalitätszeichen fahren.

  • Ein internationaler Fährerschein ist für Fahrten vor allem in außereuropäische Länder zu empfehlen.

  • Bei Unfällen im Ausland nach Möglichkeit die Polizei einschalten, vor allem bei Personen- oder umfangreichen Sachschäden.

  • Unfallbericht im Ausland: Am Unfallort keinesfalls Erklärungen zur Schuld beim Unfallgeschehen abgeben. Das könnte den eigenen Versicherungsschutz gefährden. Sinnvoll und oft nötig ist jedoch das Ausfällen des europäischen Unfallberichtes - eine Vorlage in Deutsch/Englisch und idealerweise in der jeweiligen Landessprache im Handschuhfach ist von Vorteil.

  • Daten des Unfallgegners sichern: Bei einem Unfall im Ausland nicht allein auf das Kennzeichen des Unfallgegners verlassen. möglichst immer den Namen, Anschrift, Name der Haftpflichtversicherung, Nummer des Versicherungsscheins, Autokennzeichen und Nationalität des Unfallgegners schriftlich festhalten. In manchen europäischen Ländern wie Frankreich oder Italien finden Sie einige Versicherungsangaben auf einer Plakette an der Frontscheibe des Fahrzeugs.

 

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