Dänemark Einreisebestimmungen mit Hund

Dänisches Hundegsetz + Tipps zur Einreise mit Hund für den Ferienhaus-Urlaub

Bild: Hunderassen-Reihe - Einreisebestimmungen in Dänemark
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Mit Hund nach Dänemark reisen? Viel Urlauber nehmen Jahr für Jahr ihre Hunde mit. Viel Platz am Strand und die beeindruckend große Auswahl an Ferienhäusern in allen Komfort-Klassen oft nahe zum Meer sind unschlagbar Argumente.

Und das früher oft kritisierte Hundegesetz? Wurde zum 1.4.2014 entschärft. Menschen und Hunde sollen beruhigt Urlaub machen können, deshalb gibt es inzwischen relativ klare Regeln.

Kurzinfos - Übersicht:

  • Infos zu Streunern und Jägern
  • Hunde benötigen zur Einreise nach Dänemark oder andere EU-Länder einen gültigen europäischen Heimtierausweis.
  • Eine Kennzeichnung per Mikro-Chip und eine gültige Tollwut-Impfung sind nötig.
  • Nicht einreisen dürfen nicht geimpfte Hundewelpen, die jünger als 3 Monate alt sind. Eine Ausnahme besteht für Hundebesitzer, die einen Wohnsitz in Dänemark haben.
  • Laut den dänischen Einreisebestimmungen können gravierende Vorfälle mit Hunden, unabhängig von der Hunderasse, von der Polizei sanktioniert werden. Wie sind die aktuellen Regelungen?
  • Hintergrund-Info zur Änderung des früheren Hundegesetzes
  • Die Einreise nach Dänemark ist für eine Reihe von Hunderassen und Mischlingen bestimmter Hunderassen untersagt (Listenhunde bzw. umgangssprachlich Kampfhunde). Das Gesetz betrifft ebenfalls Mischlinge als Kreuzung der verbotenen Rassen. Dabei kann es bereits ausreichen, wenn ein Hund äußerlich einer Listenhund-Rasse ähnelt.

 

Kennzeichnungspflicht - "Chippen" hilft

Mit den aktuellen gesetzlichen Regelungen werden alle Hundebesitzer seit dem 1. Juli 2010 verpflichtet, für eine eindeutige Kennzeichnung und Registrierung Ihres Hundes zu sorgen (u.a. Transponder-Chip), bevor er acht Wochen alt ist. Der inzwischen übliche Mikrochip unter der Haut des Hundes (macht der Tierarzt) ist auch im Eigeninteresse der Besitzer wichtig. Falls Ihr Hund entlaufen sollte, kann er so ziemlich schnell identifiziert werden.

Für nicht "gechipte" bzw. mit sonst einer eindeutigen Kennzeichnung versehenen Hunde wird von der dänischen Polizei in der Regel eine Verlustanzeige in einer Zeitung veröffentlicht. Bereits drei Tage nach dem Erscheinen der Verlustanzeige kann der Hund "freigegeben", das heißt an ein Tierheim, dänisch: Tierinternat, weitergegeben werden (Verkauf oder späteres Einschläfern gesetzlich nicht ausgeschlossen). Mit einem per Transponder-Chip identifizierbaren Hund beugen Sie dem Verschwinden Ihres geliebten Vierbeiners vor - in Dänemark genauso wie in Deutschland.

 

Hundegesetz-Änderung brachte Verbessseungen für Hunde-Streuner

Man kann auch mit Leine Spaß haben © frog-travel / Fotolia

Vor allem außerhalb der klassischen Ferienhaus-Kolonien war mancherorts Vorsicht geboten, wenn ein Hund zum Streunen neigt. Laut dem bisherigen Feld- und Weggesetz von 1872 (mark- og vejloven) war es es dänischen Grundstückseigentümern unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, streunende Hunde und Katzen auf ihrem Grundstück zu erschießen. Die gute Nachricht: Im Rahmen der Überarbeitung der Hundegesetze in Dänemark wurde auch dieses Gesetz überarbeitet und entschärft. Hundebesitzer riskieren aber immer noch ein Bußgeld von bis zu € 270, wenn ihr Hund zum wiederholten Mal auf einem fremden Grundstück angetroffen wird.

Hilfreich zum Vorbeugen: Es auch in Dänemark eine Reihe von Ferienäusern mit umfriedeten Grundstücken, die z.B. eingezäunt bzw. von einer Mauer oder Hecke umgeben sind. Nutzen Sie bei Bedarf das entsprechende Suchmarkmal.

Siehe auch: Hundewald-Karte für Dänemark

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Strikte Einreisebestimmungen für Listenhunde /-Mischlinge und "aggressive" Hunde

Mit dem Gesetz zur Hunde- und Tierhaltung wurde die Reihe von Listenhunden (ugs. Kampfhunde) erweitert, deren Haltung, Zucht und Einfuhr nach Dänemark nicht erlaubt ist, wenn sie vom Besitzer nach dem 17. März 2010 angeschafft wurden:

  • Pit Bull Terrier
  • Tosa Inu
  • American Staffordshire Terrier
  • Fila Brasileiro
  • Dogo Argentino (argentinische Dogge)
  • American Bulldog
  • Boerboel
  • Kangal
  • Zentralasiatischer, Kaukasischer  + Südrussischer Owtscharka
  • Tornjak
  • Šarplaninac.

Das Gesetz betrifft jedoch ebenfalls Mischlinge als Kreuzung der verbotenen Rassen. Dabei kann es bereits ausreichen, wenn ein Hund äußerlich einer Listenhund-Rasse ähnelt. Die Besitzer müssen den Beweis erbringen, dass ihr Hund nicht dieser Hunderasse angehört, bei Mischlingen ohne Zuchtpapiere kein leichtes Unterfangen. Besitzern von Hunden mit gewissen Ähnlichkeiten zu diesen Hunderassen wie z.B. Mastiff / Bullmastiff oder Staffordshire Bullterriern wird aus diesem Grund empfohlen, Zuchtpapiere bzw. Dokumentation zur Rasse mit sich zu führen.

Wenn der Hund einer Rasse angehört, die dem Verbot unterliegt, kann die Polizei die Entscheidung treffen, den Hund einzuschläfern. Weitere Infos zu Detailfragen gibt es auf den Seiten der dänischen Botschaft.

Hundebesitzer, die Exemplare solche Hunde bereits länger als seit dem 17. März 2010 besitzen, müssen nach Informationen der dänischen Botschaft Ihren Hund auf der Straße und auf Wegen, Fußwegen und Plätzen an einer max. 2 Meter langen Leine führen. Der Hund müsse zudem einen sicher verschlossenen Maulkorb tragen. Auch muss der Besitzer des Hundes die Hunderasse bzw. den Typ ebenso wie den Zeitpunkt der Anschaffung dokumentieren können. (Die Übergangsordnung gilt nicht für Pitbull Terrier und Tosa Inu, da diese beiden Hunderassen bereits vor Inkrafttreten der neuen Regeln ab 1. Juli 2010 verboten waren). 

Die oben aufgeführten Hunderassen dürfen jedoch, unabhängig vom Verbot zur Einreise, auf der Transit-Durchfahrt durch Dänemark mitgeführt werden.

  • Der Hund darf während des Transits das Fahrzeug nicht für längere Zeit verlassen und der Transport darf nicht in Dänemark unterbrochen werden.
  • Kurzzeitige Aufenthalte außerhalb des Fahrzeuges wie frische Luft schnappen und kurz Gassi gehen sind laut Dänischer Botschaft erlaubt, wenn es für den Hund notwendig ist. (Angaben ohne Gewähr - Detailfragen hierzu sollten Sie mit der dänischen Botschaft vor der Reise klären)

 

Was kann mit dem aktuellen Hundegesetz bei "gravierenden Vorfällen mit Hunden geschehen?

Auch nach der Entschärfung des Hundegesetzes können gravierende Vorfälle mit Hunden, unabhängig von der Hunderasse, in Dänemark von der Polizei sanktioniert werden.

  • So beispielsweise, wenn der Hund ein Tier oder einen Menschen angreift, erhebliche Schäden verursacht oder falls es andere Gründe zu vermuten gibt, dass der Hund für die Umgebung gefährlich ist.
  • In diesem Fall kann die Polizei Leinenpflicht, Maulkorb oder beides anordnen.
  • Früher konnte die Polizei in Extremfällen direkt über eine Einschläferung des Tieres entscheiden. Durch die geänderte Gesetzgebung von 2014 hat der Hundebesitzer jetzt die Möglichkeit, bei Vierbeinern, die durch Beißattacken aufgefallen sind, einen Experten zur Begutachtung hinzuziehen.
  • Dieser Sachverständige soll dann entscheiden, ob der Vorfall so schwerwiegend gewesen sei, dass das Tier getötet werden müsse. Diese Änderungen bedeuten nach Ansicht der dänischen Botschaft, dass Hundebesitzer keine Angst haben müssen, wenn ihr Hund heftig gespielt oder sich verteidigt hat, als er sich angegriffen fühlte.
  • Eine neue, präzisere Definition einer solchen Bissverletzung beschreibt, welche physischen Schäden auftreten müssen, bevor man überhaupt von einer Bissverletzung sprechen kann.

 

Vorbeugung - falls nötig?

Falls Sie Bedenken haben, Ihr Hund könnte in aufregenden Situationen bzw. aus Angst zuschnappen bzw. beißen, steht Ihnen zur eigenen Beruhigung vorbeugen und Ihren Hund an einen Maulkorb gewöhnen und diesen beim Herumtollen Ihrem Hund anlegen.

Insgesamt hat sich das dänische Hundegesetz auf öffentlichen Druck von Tierschutz und Tourismusindustrie zum Positiven entwickelt. Tierschützer im Land engagieren sich aber für weitere Veränderungen. Dazu gehört eine die Abschaffung bzw. Modifizierung der Regeln der oben erwähnten Rasseliste.

 

(Alle Angaben ohne Gewähr)

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Dänische Ferienhäuser mit Hund - auch eingezäunte Grundstücke

Lediglich für die Hauptsaison wird das Angebot an Ferienhäusern nahe der Küste frühzeitig knapp. Gerade in der Vor- und Nachsaison kann man zu moderaten Preisen aus einer großen Auswahl an Ferienhäusern mit allen Komfort-Optionen wählen.

In begrenztem Umfang gibt es auch in Dänemark Häuser mit umfriedeten Grundstücken, die z.B. eingezäunt bzw. von einer Mauer oder Hecke umgeben sind. Gerade für Urlauber, deren Hunde einen starken Jagdtrieb und einen Hang zum Streunen haben, bietet sich diese Option an. Übrigens können SIe auch gezielt nach Ferienhäusern suchen, in denen zwei bzw. mehrere Hunde erlaubt sind.

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