Einreisebestimmungen mit Hund nach Dänemark

Tipps zum Urlaub mit Hund in Dänemark

Bild: Hunderassen in einer Reihe - Einreisebestimmungen in Dänemark

Themen: Dänemark-Einreisebestimmungen im Urlaub mit Hund, neues Hundegesetz, Listenhunde, Chip, erlaubte Hunderassen

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  • Infos zu Streunern und Jägern
  • Dänisches Hundegesetz seit 1.7.2014 entschärft
  • Hunde benötigen zur Einreise nach Dänemark oder andere EU-Länder einen gültigen europäischen Heimtierausweis.
  • Eine gültige Tollwut-Impfung ist auf jeden Fall nötig. Insgesamt gelten die Bestimmungen zur Einreise mit Hund in die EU.
  • Nicht einreisen dürfen nicht geimpfte Hundewelpen, die jünger als 3 Monate alt sind. Eine Ausnahme besteht für Hundebesitzer, die einen Wohnsitz in Dänemark haben.
  • Die Einreise nach Dänemark ist ebenfalls für eine Reihe von Hunderassen und Mischlingen bestimmter Hunderassen untersagt (Listenhunde bzw. umgangssprachlich Kampfhunde). Das Gesetz betrifft ebenfalls Mischlinge als Kreuzung der verbotenen Rassen. Dabei kann es bereits ausreichen, wenn ein Hund äußerlich einer Listenhund-Rasse ähnelt.
  • Gravierende Vorfälle mit Hunden können, unabhängig von der Hunderasse, in Dänemark von der Polizei sanktioniert werden und werden in letzter Zeit zunehmend in den dänischen Medien diskutiert (siehe Detail-Infos weiter unten).

Mit den aktuellen gesetzlichen Regelungen werden alle Hundebesitzer seit dem 1. Juli 2010 verpflichtet, für eine eindeutige Kennzeichnung und Registrierung Ihres Hundes zu sorgen (u.a. Transponder-Chip), bevor er acht Wochen alt ist. Der inzwischen übliche Mikrochip unter der Haut des Hundes (macht der Tierarzt) ist auch im Eigeninteresse der Besitzer wichtig. Falls Ihr Hund entlaufen sollte, kann er so ziemlich schnell identifiziert werden.

Für nicht "gechipte" oder mit sonst einer eindeutigen Kennzeichnung versehenen Hunde wird von der Polizei in der Regel eine Verlustanzeige in einer Zeitung veröffentlicht. Bereits drei Tage nach dem Erscheinen der Verlustanzeige kann der Hund "freigegeben", das heißt an ein Tierheim, dänisch: Tierinternat, weitergegeben werden (Verkauf oder späteres Einschläfern gesetzlich nicht ausgeschlossen). Mit einem per Transponder-Chip identifizierbaren Hund beugen Sie dem Verschwinden Ihres geliebten Vierbeiners vor - in Dänemark genauso wie in Deutschland.

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Dänemark-Urlaub - ohne Listenhund /-Mischlinge und aggressive Hunde

Mit dem neuen Gesetz zur Hunde- und Tierhaltung wurde die Reihe von Listenhunden (ugs. Kampfhunde) erweitert, deren Haltung, Zucht und Einfuhr nach Dänemark nicht erlaubt ist, wenn sie vom Besitzer nach dem 17. März 2010 angeschafft wurden:

  • Pit Bull Terrier
  • Tosa Inu
  • American Staffordshire Terrier
  • Fila Brasileiro
  • Dogo Argentino (argentinische Dogge)
  • American Bulldog
  • Boerboel
  • Kangal
  • Zentralasiatischer, Kaukasischer  + Südrussischer Owtscharka
  • Tornjak
  • Šarplaninac.

Das Gesetz betrifft jedoch ebenfalls Mischlinge als Kreuzung der verbotenen Rassen. Dabei kann es bereits ausreichen, wenn ein Hund äußerlich einer Listenhund-Rasse ähnelt. Die Besitzer müssen den Beweis erbringen, dass ihr Hund nicht dieser Hunderasse angehört, bei Mischlingen ohne Zuchtpapiere kein leichtes Unterfangen.

Wenn der Hund einer Rasse angehört, die dem Verbot unterliegt, kann die Polizei die Entscheidung treffen, den Hund einzuschläfern. Weitere Infos zu Detailfragen gibt es auf den Seiten der dänischen Botschaft.

Hundebesitzer, die Exemplare solche Hunde bereits länger als seit dem 17. März 2010 besitzen, müssen nach Informationen der dänischen Botschaft Ihren Hund auf der Straße und auf Wegen, Fußwegen und Plätzen an einer max. 2 Meter langen Leine führen. Der Hund müsse zudem einen sicher verschlossenen Maulkorb tragen. Auch muss der Besitzer des Hundes die Hunderasse bzw. den Typ ebenso wie den Zeitpunkt der Anschaffung dokumentieren können. (Die Übergangsordnung gilt nicht für Pitbull Terrier und Tosa Inu, da diese beiden Hunderassen bereits vor Inkrafttreten der neuen Regeln ab 1. Juli 2010 verboten waren). 

Die oben aufgeführten Hunderassen dürfen jedoch, unabhängig vom Verbot zur Einreise, auf der Transit-Durchfahrt durch Dänemark mitgeführt werden. Der Hund darf während des Transits das Fahrzeug nicht für längere Zeit verlassen und der Transport darf nicht in Dänemark unterbrochen werden. Kurzzeitige Aufenthalte außerhalb des Fahrzeuges wie frische Luft schnappen und kurz Gassi gehen sind laut Dänischer Botschaft erlaubt, wenn es für den Hund notwendig ist. (Angaben ohne Gewähr - Detailfragen hierzu sollten Sie mit der dänischen Botschaft vor der Reise klären)

Gravierende Vorfälle mit Hunden können, unabhängig von der Hunderasse,  in Dänemark von der Polizei sanktioniert werden und wurden in den vergangenen Jahren ausführlich in den dänischen Medien diskutiert. So beispielsweise, wenn der Hund ein Tier oder einen Menschen angreift, erhebliche Schäden verursacht oder falls es andere Gründe zu vermuten gibt, dass der Hund für die Umgebung gefährlich ist. In diesem Fall kann die Polizei Leinenpflicht, Maulkorb oder beides anordnen. Bisher konnte / musste die Polizei laut Gesetz sogar in Extremfällen über eine Einschläferung des Tieres entscheiden.

Die Dänische Botschaft hatte nach seit Bekanntwerden konkreter Fälle Anfang 2013 zahlreiche Beschwerden in Form von Briefen und E-Mails erhalten, die sich auf die Einschläferung von Hunden in Dänemark beziehen. Die Botschaft hat nach eigenem Bekunden die "relevanten Behörden in Dänemark über die Anfragen und die geäußerte Besorgnis informiert". Durch die Änderungen des dänischen Hundegesetzes hat sich die Situation diesbezüglich aktuell verbessert. Am 7. März 2013 veröffentlichte die dänische Ministerin für Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei, Mette Gjerskov, Änderungsvorschläge für ein neues Hunde-Gesetz. Sie betonte im Juni 2013 in einer Pressemitteilung. ”Ich verstehe durchaus, dass man seinen Hund liebt und nicht riskieren will, ihn zu verlieren. Wer einen ganz gewöhnlichen Hund, wie z.B. einen Schäferhund oder einen Labrador hat, kann ihn ohne Risiko mit nach Dänemark bringen. Das Gesetz hat sich seit 2010 nicht geändert, und wir haben in der Zeit keine Bedenken oder Beschwerden erhalten, über die Art, wie wir unsere Touristen mit Hund behandeln. Es ist dieses Jahr genau so sicher seinen Hund mit nach Dänemark zu bringen, wie im vergangenen Jahr”.

Im Frühsommer 2014 ist das geänderte Gesetz durch das dänische Parlament verabschiedet worden.  Demnach sollen Hundehalter, deren Vierbeiner durch Beißattacken aufgefallen sind und deshalb eingeschläfert werden sollen, in Zukunft einen Experten zur Begutachtung hinzuziehen dürfen. Dieser Sachverständige soll dann entscheiden, ob der Vorfall so schwerwiegend gewesen sei, dass das Tier getötet werden müsse. Diese Änderungen bedeuten nach Ansicht der dänischen Botschaft, dass Hundebesitzer keine Angst haben müssen, wenn ihr Hund heftig gespielt oder sich verteidigt hat, als er sich angegriffen fühlte und führt diesbezüglich aus: "Nach dem dänischen Hundegesetz sollen Hunde eingeschläfert werden, wenn sie einen Menschen oder einen anderen Hund anfallen und ihnen Bissverletzungen zufügen. Eine neue, präzisere Definition einer solchen Bissverletzung beschreibt, welche physischen Schäden auftreten müssen, bevor man überhaupt von einer Bissverletzung sprechen kann."

Auch das dänische Feld- und Weggesetz, das es erlaubt, streunende Hunde und Katzen auf ihrem Grundstück zu erschießen, wurde in diesem Zusammenhang geändert und der bisherige Passus überarbeitet. Dänisches Hundegesetz seit 1.7.2014 entschärft

(Alle Angaben ohne Gewähr)

 

Gute Nachrichten für Hunde-Streuner

Vor allem außerhalb der klassischen Ferienhaus-Kolonien war mancherorts Vorsicht geboten, wenn ein Hund zum Streunen neigt. Laut dem bisherigen Feld- und Weggesetz von 1872 (mark- og vejloven) war es es dänischen Grundstückseigentümern unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, streunende Hunde und Katzen auf ihrem Grundstück zu erschießen.

Siehe auch: Hundewald-Karte für Dänemark

Die gute Nachricht: Im Rahmen der Überarbeitung der Hundegesetze in Dänemark wurde auch dieses Gesetz überarbeitet und entschärft. Siehe: Dänisches Hundegesetz seit 1.7.2014 entschärft