Wohnmobil-Urlaub mit Hund

Alternative zum Ferienhaus: Wohnmobile mit Hunde-Ausstattung mieten

Caravan am See - drei Hunde mit Besitzern
(Foto: Dethleffs Wohnmobil - 4-Pfoten-Paket)

Ferienhäuser sind perfekt für einen längeren Aufenthalt in einer Ferien-Region. Doch bei Rundreisen kommt manchmal der Wunsch nach einem mobilen Zuhause auf. Immer mehr Menschen überlegen deshalb, mit dem Wohnmobil entlang der Ostsee bis in skandinavische Länder zu "bummeln", oder die Berge und südeuropäische Länder zu entdecken. Natürlich alles mit Hund. Geht das, bzw. worauf muss man bei der Auswahl eines Wohnmobils achten?

 

Wohnmobil mit Hund mieten - Preise und Reisezeit

Wie bei Buchungen für Ferienhäusern und Ferienwohnungen gilt auch beim Wohnmobil: Wer in der Sommer-Hauptsaison fahren möchte und von der Ausstattung bzw. Größe wenig flexibel ist, sollte möglichst frühzeitig buchen. Idealerweise schon bis zu einem halben Jahr vor Reisebeginn. Nebensaison-Termine wirken sich positiv auf Auswahl und Preise aus.

Welcher Führerschein? Die meisten Mietmobile wiegen bis zu 3,5 Tonnen, Sie können mit dem Führerschein Klasse B bzw. der (alten) Klasse drei gefahren werden.

Der durchschnittliche Tagesmietpreis für Wohnmobile lag laut einer Erhebung des Portals "Statista" 2016 in Deutschland bei 99 Euro, in Italien und Spanien rund zehn Euro höher. In Schweden musste man 132 Euro hinlegen (laut ausgewerteten Buchungsanfragen von Campanda-Kunden).

Laut Autobild  kann das speziell in der Hauptsaison aber auch deutlich teurer werden. Für ein Wohnmobil mit Bett-Alkoven (2 -4 Personen) kam man dort bereits Juli bis September 2014 im Durchschnitt auf ca.140 Euro. In der Zwischensaison Mai bis Juni kam man immerhin noch auf Durchschnitte von ca. 120 Euro. Die Anzahl an Freikilometern ohne zusätzliche Kilometer-Pauschalen variiert. Kosten für Sprit und Wohnmobil-Stellplätze kommen natürlich hinzu.

 

Hunde-Transport - Sicherung im Wohnmobil

Prinzipiell gibt es in Wohnmobilen mehrere Möglichkeiten, um Hunde sicher und halbwegs praktikabel zu transportieren. Zu prüfen ist, welche Form von Sicherung im jeweiligen Miet-Wohnmobil zu realisieren ist:

Hundeboxen im Innenraum: Kleinere Hundeboxen passen in vielen im Wohnmobilen unter den Tisch bzw. unter klappbare Sitzbänke. Die Transportbox lässt sich hier in der Regel mit Spanngurten o.ä. rutschfest befestigen. Nachteil ist die nötige "Räumerei" am jeweiligen Ankunftsort, wenn der Tisch sonst nicht für Zweibeiner nutzbar ist.

Sicherung mit Gurt und Hunde-Brustgeschirr:Im Idealfall ist eine im Boden eingelassene Öse zum Sichern hinter dem Fahrersitz vorhanden. In der Realaität muss aber stattdessen mit Befestigungen am Tisch o.ä. gearbeitet werden. Das vermindert die Absicherung und erhöht für den Hund eventuell das Risiko bei Unfällen.

"Hundehütten-Heckgarage": In Standard-Fahrzeugen leider nur selten eine Alternative: Wer sich ein großes Wohnmobil aussucht, hat eventuell eine abgetrennte "Heckgarage". Ein Stauraum, z.T. mit Einbauregalen und meist mit eine zu öffnenden Klappe zum Innenraum hin. Heckgaragen sind eventuell eine Option, wenn man große Hunde in einer Hundebox transportieren möchte. Man könnte sogar den Platz eventuell ganz als "Hundehütte" nutzen. Allerdings benötigt man dann mindestens ein gut montiertes Sicherungsnetz bzw. Gitter. Denn die Klappe zum Innenraum muss ohne anderweitige Belüftung sehr groß sein und muss aus Belüftungsgründen unbedingt geöffnet sein. So etwas findet man nur selten in Standard-Mietmobilen. Diese Option kann aber in speziell umgebauten Miet-Wohnmobilen oder für den Eigenausbau interessant sein.

 

Wohnmobile mit Hund über den ADAC oder Campanda mieten

Ist schon das Buchen für die Hauptsaison ohne lange Vorlaufzeit nicht einfach, mit Hund wird es speziell. Denn nur eine Reihe von Vermietern erlauben Hunde überhaupt bzw. nur in wenigen Modellen. Es gibt  einige große Händler und Portale, die Caravans und Wohnmobile vermieten.

Beim ADAC erlaubt aber lediglich ein Teil der dort gelisteten Wohnmobil-Vermieter die Mitnahme von Haustieren. Hunde sind aufpreispflichtig und nur nach ausdrücklicher Rücksprache mit der jeweiligen Mietstation erlaubt. Ferner behält man sich das Recht vor, Haustiere abzulehnen bzw. einschränkende Vorgaben (z.B. Verbleib des Hundes im Fahrzeug nur in dafür zugelassenen Transportboxen/ -vorrichtungen) vorzuschreiben. wohnmobil-mieten.adac.de/de/.

Ein umfangreiches Angebot bietet ebenfalls das Internet-Portal Campanda, zum Teil auch für Hundebesitzer. Hier können neben gewerblichen Vermietern auch Privatleute ihren Camper bzw. ihr Wohnmobil zur Miete anbieten. campanda.de/wohnmobil

 

Hundefreundliche Wohnmobile mit Sonder-Ausstattung

Foto: Dethleffs Wohmobil Hundekissen
(Foto: Dethleffs - Wohmobil Hundekissen)

Auch die großen Wohnmobil-Hersteller sind bei hundefreundlichen Sonderwünschen noch etwas zurückhaltend. Allein die Firma Dethleffs bietet ein sogenanntes “4-Pfoten-Paket” an. Im Innenbereich sorgen einhängbare Futternapfhalter für erreichbare Verpflegung ohne Stolperei und umgekippte Näpfe am Boden. Eine spezielle Zurr-Öse im Boden nahe der Vordersitze und ein maßgerechtes Hundekissen erlauben es, den Hund mit Leine und Brustgeschirr straßenverkehrstauglich zu sichern. Auch im Außenbereich sorgt ein Leinenhalter hinter der Fahrzeugschürze für ein Sichern auf dem Campingplatz.

  

Spezialisten für hundegerechte Wohnmobile und Umbauten

Es gibt inzwischen auch eine Reihe von meist kleineren Anbietern, die Standard-Wohnmobile speziell für Urlauber mit Hund anbieten (Bsp. dogcamping.de).

Das oben genannte Modell von Dethleffs ist zwar ein guter Anfang, aber etwas halbherzig. Wegen den nur begrenzt auf Hunde ausgelegten Standard-Modellen der großen Hersteller gibt es nun kleine Spezial-Anbieter. Sie bieten sogar einen praktischen und auf Hundebesitzer ausgelegten Innenausbau an.

pfoten-mobile bietet dafür eine "Heckgarage" mit gesichertem Außenfenster, die bis zu zwei großen Hunden Platz bietet. Der integrierte „Antischlabber-Napf“ hält auch während der Fahrt immer ausreichend Wasser bereit . Eine entfernbare Verbindungstür zum Innenbereich und eine Kamera ermöglichen es per Monitor im Cockpit dem Fahrer den Hund im Blick zu behalten. Weitere Hunde-Details: ausziehbarer Rampe , Anschlagringe am Fahrzeug für die Befestigung der Leine, Außendusche mit Kalt- und Warmwasser für saubere Pfötchen. Zudem zwei Gurtschlösser zur Befestigung des Hunde-Geschirrs im Bodenbereich hinter den Frontsitzen. Mehr im Video:

 

Reise-Checkliste für Wohnmobil-Urlaub mit Hund

  • Wohnmobil-Ferien bedeuten Planung. Passendes Mobil frühzeitig auf Hunde-Tauglichkeit prüfen, Probefahrt mit Hund (!), ebenfalls frühzeitig die Auswahl hundefreundlicher Zielorte bzw. Campingplätze.
  • Hunde-Gepäck: Schleppleine (je nach Transport Brustgeschirr) und Hundedecke einpacken. An der Unterseite gummierte Schutzmatten schützen draußen am Stellplatz zusätzlich vor feuchten Böden.
  • Hundehaare sind im kleinen Wohnmobil doppelt "staubig". Hundebürste und Handstaubsauger sind deshalb ein Muss.
  • Hunde-Gesundheit: Zeckenschutz, Impfungen und Reiseapotheke. Ist der Hund gut autotauglich? Eventuell ein Medikamente gegen Reisekrankheit einpacken.
  • Hitze-Tipps: Viele Wohnmobile kühlt man nicht so leicht wie kleine PKW. Deshalb Fahrzeiten möglichst auf den frühen Morgen bzw. die Abendstunden. Bei der Zeitplanung trotzdem größere Pausen zum Trinken und kurzeGassi-Runden einplanen.

 

Klassische Wohnmobil-Ziele in Deutschland

Wer statt festen Langzeit-Standorten an diversen Campingplätzen in den deutschen Mittelgebirgen lieber flexibel Zeit unterwegs verbringen will, hat es in Deutschland nicht leicht. Hier bieten sich leider nur wenige Regionen an, in denen man relativ frei am Wegesrand mit seinem Wohnmobil stehen bleiben kann. Eventuell sind hier noch die weiten grünen Landschaften in Brandenburg zur nennen.

Für längere Touren mit Zwischenstopps sind ansonsten vor allem die Küsten das klassische Reise-Ziel. Wer frühzeitig Stellplätze auf Campingplätzen bucht, der findet zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein weite Landschaften und eine gut ausgebaute Camping-Infrastruktur für Wohnmobile. Etwas enger und knapper an Stellplätzen geht es im Voralpenland in Bayern zu.

Man kann natürlich gleich auf große Europa-Tour gehen.

  • Wer mit dem ungewohnt breiten und langen Gefährt nicht gleich über Alpenpässe kurven will, dem bieten sich im Ausland zum Beispiel die Küsten der Normandie und Bretagne an. Relativ viele Campingplätze erlauben hier die Mitnahme von Hunden.
  • Wer sich sehr frei entscheiden will, an welchen schönen Ecken er mit seinem Wohnmobil stehen bleibt, der wird vielleicht den großen Trip nach Schweden wagen.

Wer Deutschland, Österreich, Skandinavien, die Küsten Hollands und Frankreich, Italien oder Kroatien auf eigene Faust erkunden möchte, findet hier die viele Tipps für den nächsten Urlaub mit Hund.

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