Hund im Auto - Transportbox oder Gurt?

Was sagen die Experten? Reise-Tipps für den Urlaub mit Hund

Hund liegt im Koffer

Themen: Ferien-Tipps zur Planung für die nächste Reise. Hund im Auto mit Gurt oder Transportbox transportieren?

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Der TÜV Rheinland kam im Jahr 2012 bei seinen Tests zu dem Ergebnis, dass ein ca. 20 Kilogramm schwerer Hund bei einer Vollbremsung bzw. einem Unfall mit Tempo 50 eine Aufprallwucht von über einer halben Tonne entwickeln kann. Die Folge: Der Hund überlebt den Crash vermutlich nicht und Fahrer und Beifahrer können durch einen durch das Auto fliegenden Hund schwer verletzt werden.

Der TÜV rät daher, kleine Hunde in einer Transportbox im Fußraum hinter den Vordersitzen zu verstauen. Doch für größere Hunde ist die Unterbringung in einer von der Größe auf die Ausmaße des Autos angepassten Transportbox im Kofferraum ratsam.

Eine quer zur Fahrtrichtung platzierte Box direkt hinter den Rücksitzen auf der Ladefläche von Kombis, Vans und SUVs sei in der Regel eine gute Wahl.

Hund in Transportbox im KofferraumDas Testcenter der Allianz-Versicherung kommt bei größeren Hunden zu einem ähnlichen Schluss (Spiegel online Artikel). Wer die Box im Kofferraum zusätzlich mit Spanngurten sichert, kann damit ein Herumschleudern der Box bei einer Vollbremsung oder einem Crash verhindern bzw. reduzieren.

Wer sicher gehen will, der achtet bei Hundeboxen auf Produkte, die vom TÜV mit der empfohlenen Crashtest-Prüfnorm ECE R17, ECE R126 oder DIN 75410-2 getestet wurden.

Die alternative Lösung durch Haltegeschirre, die am Gurtschloss oder mit Isofix-Haken befestigt werden, ist als Transport-Sicherung laut TÜV Rheinland nur die zweite Wahl. Sie könnten im Falle eines Unfalls nur begrenzten Schutz bieten. Auch andere Experten sehen solche Systeme vor allem bei größeren Hunden kritisch.

Der ADAC empfiehlt, auch bei der Auswahl von Gurt-Lösungen auf eine für das Produkt angegebene Bestätigung zu Crashtests oder DIN-Prüfungen (75410-2) zu achten. Wichtig ist auf jeden Fall die Passgenauigkeit des Gurtes. Er darf die Bewegungsfreiheit des Hundes nicht allzu sehr einschränken, ohne andererseits bei zu großem Bewegungsraum die Verletzungsgefahr unnötig zu erhöhen. 

Übrigens: Hunde im Auto  sind rein rechtlich eine "Ladung". Verursacht ein nicht gesicherter Hund, der im Auto herumspringt einen Unfall, muss man neben dem eigenen Schaden und ggf. Personenschäden mit einem Bußgeld und Abschlägen bei der Zahlung einer Vollkaskoversicherung (soweit vorhanden) rechnen.

 Siehe auch: Auto-Urlaub mit Hund - Checkliste

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