Wandern mit Hund in den Bergen

Tipps für steile Abenteuer mit Vierbeiner

Bild: Blick auf Berge

Themen: Berg-Tipps zum Wandern mit Hund

Wandern ist nicht gleich Wandern. Genau wie der Mensch eine gewisse Fitness und Training benötigt, um sich anspruchsvolle und lange Touren zutrauen zu können, so muss auch der Hund fit für den Berg sein. Das gilt für das Wandern in den Mittelgebirgen und erst recht in den Alpen.

Wer mit zwei überanstrengt mittendrin im schmalen und steilen Aufstieg steht, sollte besser nicht von schlechtem Wetter überrascht werden. Das gilt aber auch, wenn kleine, ältere oder unerfahrene Hunde sich auf alle Viere legen und "platt" sind. Viele Hunde neigen dazu, sich erst zu überanstrengen und erst spät deutliche Anzeichen zu geben, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Wer kein umfangreichen Erfahrungen im Hochgebirge hat, sollte lieber erst einmal im Mittelgebirge einige Touren versuchen. Dabei können Hund wie Herrchen ihre Grenzen gut ausloten, bevor es in die Berge geht. Die Balance zwischen Wollen und Können muss bei Mensch und Tier gegeben sein.

Apropos Balance. Wen es Sie im Urlaub mit Hund zum Wandern in die Berge zieht, der kann dabei in der Regel auf die Instinkte seines Hundes vertrauen. Der Vierbeiner ist meist viel trittsicherer als der Mensch. Somit sind für körperlich fitte Hunde auch Touren in höheren Berg-Regionen durchaus möglich.

Trotzdem sollten Sie vor allem bei Ferien-Touren in hohen Berglagen vorab sichergehen. Tourismusbehörden, örtliche Wandervereine oder die Bergrettung informiert sie auf Nachfrage darüber, ob bestimmte Wegstrecken auf Grund der Beschaffenheit oder den aktuellen Witterungsbedingungen nicht für die Mitnahme eines Hundes geeignet sind.

Siehe auch:

Zum Ferienhaus / Ferienwohnungs-Verzeichnis

 

Übernachtung mit Hund - Berghütte oder Ferienhaus?

In den klassischen Berghütten in hochalpinen Lagen mit ihrem begrenzten Komfort ist es leider immer noch nur selten möglich, Hunde zum Übernachten mit in die Hütte zu nehmen. Meist verfügen die größeren Hütten dort nur über gemeinschaftliche Schlafsäle und erlauben unter anderem deswegen keine Haustiere. Doch - fragen kostet nicht und langsam ändert sich auch hier etwas Schritt für Schritt. Der Alpenverein an sich ist (Ausnahmen bestätigen die Regel) gerne konservativ und je mehr das Thema nachgefragt wird, desto schneller ändert sich hier etwas.

Alternativen sind in diesem Fall lange Tagestouren von einer Pension oder von einem Ferienhaus bzw. einer Ferienwohnung aus. Bei gewerblich geführten Berghütten in mittleren Berg-Lagen gibt es zudem öfter auch Einzelzimmer, womit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Hunde erlaubt sind (trotzdem unbedingt vorher erkundigen!).

 

Mit Hund im Urlaub - unterwegs in den Bergen

Wanderung mit Hund - Bach durchquerenAuch in höheren Regionen in den Bergen trifft man abhängig von der Jahreszeit und der Touristendichte noch relativ viel Wild an. Anders als im Forst sind die Tiere manchmal gegenüber Hunden noch unbefangener.

Zum Schutz des Wildes und auch des Hundes sollte dieser in gefährdeten Bereichen unbedingt an der Leine geführt werden. Sowohl um den Jagdtrieb des Hundes kontrollieren zu können als auch um zu vermeiden, dass der Hund sich verletzt.

Die frei lebenden Tiere kennen ihr Revier besser und können sich mit hohem Tempo auch im Umfeld von Geröllhalden und steilen Abhängen sicherer bewegen als der wenig geübte Hund.

Auf steinigen Geröllwegen sind irgendwann auch die Grenzen erreicht, auf denen die Belastungen Hundepfoten gut tun. Sogenannte "Booties", kleinen Pfoten-Socken können begrenzt helfen, die Pfoten vor Verletzungen zu bewahren. Zur Sicherung und Kontrolle des Hundes empfiehlt sich statt einer Halsleine nach Möglichkeit ein gut sitzendes Geschirr bzw. Bauchgurt.

Um auf schmalen Pfaden keine anderen Wanderer in Gefahr zu bringen bzw. zu erschrecken, sollte prinzipiell nur ein sozial verträglicher Hund mitgenommen werden. Es ist schon mehr als einmal passiert, dass ein aggressiver Hund an unübersichtlichen Stellen weit vorausläuft und andere Wanderer durch sein Verhalten gefährdet.

Immer gut, aber in den Bergen noch wichtiger: Erste-Hilfe Materialien für Mensch und Hund sowie ausreichend Futter und Wasser mitnehmen und das Tier nicht überfordern. So sollte man vor der großen Bergtour auf kleineren Ausflügen austesten, wo die individuellen Grenzen des Hundes liegen. Dann steht einer interessanten Wanderung oder einem längeren Urlaub für Mensch und Hund nichts mehr im Wege.

 

Tipps für extreme Wandertouren mit Hund in den Hochlagen

Für extremere Wandertouren in den hohen Lagen gibt es auf der folgenden Website noch hilfreiche Informationen bei hundebergtouren.de

Eine gute Beschreibung, was eine Hundebesitzerin für die unfallfreie und sichere Tour mit einem bergtauglichen nordischen Hunden empfiehlt, findet sich unter http://www.schneehunde.de/html/wandern.html

Wenn Sie noch eine passende Unterkunft in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung in den Bergen suchen, finden Sie hier neben weiteren Ferien-Tipps auch passende Ferienhaus-Angebote, bei denen die Mitnahme eines Hundes erlaubt ist.

Zum Ferienhaus / Ferienwohnungs-Verzeichnis

 

Urlaub mit Hund europaweit

 

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